Schwierige Gespräche: was du sagen kannst
Für die Gespräche, die man am liebsten verschiebt: je eine Seite mit dem ersten Satz, drei Formulierungen, den typischen Antworten und dem Weg zur eigenen Vorbereitung.
Gespräche
- Trennungsgespräch führen: was du sagen kannst, wenn du gehen willstSag die Entscheidung im ersten oder zweiten Satz, sag sie als deine Entscheidung und nicht als Urteil über die andere Person, und bleib dann beim Zuhören, statt sie zu verteidigen.
- Partner hilft nicht im Haushalt: wie du es ansprichst, ohne dass es Streit gibtSprich über eine konkrete Woche statt über „immer“, sag, wie es dir damit geht, und bitte um eine Aufgabe, die ganz in seiner oder ihrer Hand liegt — nicht um mehr „Mithelfen“.
- Überlastung beim Chef ansprechen: so sagst du es, ohne dich zu rechtfertigenLeg die Aufgaben auf den Tisch statt deiner Erschöpfung allein, sag, was sich nicht schaffen lässt, und bitte um eine Entscheidung über Prioritäten — die liegt bei deiner Führungskraft, nicht bei dir.
- Mitbewohner putzt nicht: wie du es in der WG ansprichstSprich über eine konkrete Sache — das Bad, die Küche, den Putzplan dieser Woche — statt über die Person, und bitte um etwas, das sich bis zu einem bestimmten Tag überprüfen lässt.
- Mitbewohner zu laut: wie du um Ruhe bittest, ohne die WG zu vergiftenNenn die konkrete Nacht und die Uhrzeit, sag, was der Lärm mit dir macht, und schlag eine Abmachung über Ruhezeiten vor, statt um allgemeine „Rücksicht“ zu bitten.
- Freundin hat mich verletzt: wie du es ihr sagst, ohne die Freundschaft zu riskierenNenn den einen Moment, der dich verletzt hat, sag, wie er bei dir angekommen ist, und frag dann, wie sie es gemeint hat — bevor du entscheidest, was du von ihr brauchst.
- Die vier Schritte nach Rosenberg: Beispiele aus Alltag, Beziehung und ArbeitBeschreib, was passiert ist, sag, wie es dir damit geht, nenne, was dir dabei wichtig ist, und bitte um etwas Konkretes — in dieser Reihenfolge und in deinen eigenen Worten.
- Richtig entschuldigen: so kommt eine Entschuldigung anSag genau, was du getan hast, dass es dir leidtut, ohne ein „aber“ dahinter, und frag, was die andere Person jetzt braucht — statt sofort Verzeihung zu erwarten.
- Nein sagen, ohne zu verletzen: wie du freundlich und klar ablehnstSag das Nein früh und deutlich, gib einen kurzen Grund, wenn du willst, und biete nur dann eine Alternative an, wenn du sie ernst meinst — ein Nein zur Bitte ist kein Nein zur Person.
- Grenzen setzen: Formulierungen, die klar und trotzdem freundlich sindSag konkret, was du nicht mehr möchtest und was du dir stattdessen wünschst, und entscheide vorher, was du selbst tust, wenn die Grenze nicht beachtet wird — eine Grenze beschreibt dein Handeln, nicht das der anderen Person.
- Kritik äußern, ohne zu verletzen: so sagst du es, dass es ankommtKritisiere ein konkretes Verhalten statt die Person, sag, was es bei dir oder in der Arbeit bewirkt, und schließ mit einer Bitte, die nach vorn schaut — unter vier Augen und bald nach dem Anlass.
- Passiv-aggressives Verhalten: wie du reagierst, ohne mitzuspielenSprich das konkrete Verhalten freundlich an, als Beobachtung statt als Etikett, und stell eine offene Frage nach dem, was dahinter steckt — so wird aus der versteckten Botschaft eine offene.
Arbeitsblätter
- Ich-Botschaften: Übungen mit Lösungen zum AusdruckenIch-Botschaften üben: Arbeitsblatt mit drei Übungen und Lösungen, von der Du-Botschaft zur Ich-Botschaft. Zum Ausdrucken, für Schule und Erwachsene.
- Gefühle und Bedürfnisse: eine Liste zum Ausdrucken, mit ÜbungGefühle und Bedürfnisse benennen: eine Liste zum Ausdrucken, Wörter, die nur wie Gefühle klingen, und eine Übung mit Lösungen für schwierige Gespräche.